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Wenn die Worte Gott oder Spiritualität fallen, zucken heutzutage viele Menschen innerlich zusammen. Das, was zu früheren Zeiten so selbstverständlich war, wird heute häufig in Frage gestellt. Es ist meines Erachtens grundsätzlich nicht verkehrt, Dinge zu hinterfragen. Aber ich finde die Frage nach dem: „Was wäre wenn?“ auch spannend und wir sollten sie nicht ganz aus den Augen verlieren. Die Frage, wie es wäre, wenn es Gott tatsächlich (doch) gäbe?

Im Zusammenhang mit Glaubensfragen wird oft auch die Frage gestellt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.  Wir können diese Frage experimentell auf den Kopf stellen und ganz anders herum folgern: Gibt es ein Leben nach der Geburt? Um zu verstehen, was ich damit meine, lies unten folgende kleine Anekdote. Vorerst aber noch eines: Nur weil wir etwas nicht unmittelbar sehen können oder (noch) nicht erfahren haben, heisst das noch lange nicht, dass es nicht existiert. Hier nun ein Dialog der etwas anderen Art zur Inspiration, um das Leben mal auf eine ganz andere Weise  zu betrachten:

 

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter. „Sagmal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling. „Ja, auf jeden Fall!  Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was da draussen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling. „Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitte schön aussehen?“ „So ganz genau weiss ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Munde essen?“ „So ein Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns nährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“ „Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“ „Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punkt.“ „Ich gebe ja zu, dass keiner weiss, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiss, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“ „Mutter?? du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist die denn bitte?“ „Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.“ „Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“ „Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“

(Nach Henry Nouwen)

Ich glaube, die beiden kleinen Jungs da oben (Bild) haben sich voller Freude überzeugen lassen, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Warum sollten wir uns nicht hier & jetzt und heute zu einem bewussten, spannenden, tollen Leben entscheiden? Wir wissen doch mittlerweile, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Schliessen wir die Möglichkeit der Magie, des Zaubers und des Übernatürlichen nicht länger aus! Das Leben kann dadurch doch letztlich nur reicher und spannender werden. Und vielleicht ist das Wesentliche im Leben nicht immer unmittelbar sichtbar oder erfahrbar, aber dennoch sehr real.

Ich wünsche dir einen wundervollen Herbst voller Magie und Zauber des Lebens – natürlich hundertprozentig!

Scarlett Krause

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